Schummeln bei Online-Prüfungen verhindern

Ist die Gefahr, dass bei Online-Prüfungen geschummelt wird tatsächlich grösser als bei der herkömmlichen Variante auf Papier?

«das muss nicht sein!»

Der Verdacht ist naheliegend: Bei der online Variante kann man sich in Chat-Apps austauschen, die Google-Suche benutzen oder die Unterlagen beiziehen. Wir sind jedoch der Meinung: Das muss nicht sein! Denn bereits mit einfachen Massnahmen ist es möglich, einen Betrug zu verhindern.

Online-Prüfungen: remote oder vor Ort?

 

Online-Prüfungen müssen nicht nur remote, d.h. von Zuhause aus und ohne Beobachtung einer Aufsichtsperson, stattfinden. Online-Prüfungen sind in erster Linie Prüfungen, die nicht mehr auf Papier durchgeführt werden. Der Ort der Prüfungsdurchführung ist dabei nicht vorgegeben. Die Online-Prüfungen können weiterhin unter Beobachtung durchgeführt werden (z.B. im Klassenzimmer), aber selbstverständlich auch virtuell bzw. remote.

 

Wie kann ich das Schummeln bei Online-Prüfungen verhindern?

 

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns seit geraumer Zeit. Denn ein wesentliches Ziel vom eXaminer ist das Prüfungswesen zu vereinfachen. Dazu gehört nicht nur das einfache Erstellen der Prüfung und eine einfache, effiziente automatische Korrektur, sondern auch ihre Durchführung.

Die Optionen, um das Mogeln zu verhindern, sind vielfältig und können grob in zwei Bereiche unterteilt werden:

  1. Technische Optionen, sprich alles was mit Systemen und Programmen unternommen werden kann.
  2. Inhaltliche Aspekte, das heisst der eigentliche Prüfungsinhalt oder die Art der Prüfungsgestaltung.

Technische Optionen

Auf technischer Ebene gibt es verschieden Funktionen, um einen Betrug zu verhindern. Mittels Technologien und Softwarelösungen können gewisse Handlungen unterbunden oder die Prüfungsteilnehmer:innen kontrolliert werden.

Plagiatssoftware oder Videoüberwachung?

 

Zu den technischen Möglichkeiten zählt zum Beispiel der Einsatz einer Plagiatssoftware, um zu erkennen ob ganze Texte von Drittquellen kopiert wurden. Eine andere Option ist die Videoüberwachung, bei welcher während der Prüfung ständig eine Laptop-/Smartphone-Kamera laufen muss.

Hier stellt sich dann jedoch schnell die Frage nach dem Datenschutz. Die permanente Aufnahme einer Person ist datenschutztechnisch sehr kritisch und braucht auf jeden Fall eine explizite Einwilligung. Wir empfehlen deshalb, zuerst andere technische Mittel einzusetzen, bevor eine Überwachung der Prüflinge eingesetzt wird. Der eXaminer hat deshalb einige Features integriert, mit denen es auch nicht nötig ist.

 

Verhindern von Recherche am Desktop

 

Im eXaminer ist eine Funktion integriert, die verhindert, dass ein:e Prüfungteilnehmer:in die Prüfung verlässt. Sobald er/sie z.B. ein Chat-Programm, das PDF-Lehrmittel oder die Google-Suche benutzt, wird die Prüfung automatisch gesperrt. Der/die Prüfungsverantwortliche:r wird benachrichtigt und kann entsprechend einschreiten und Massnahmen einleiten.

Zusätzlich gibt es Programme – wie z.B. den Safe Exam Browser – welche das Gerät des/der Geprüften in einen sogenannten Kiosk-Modus bzw. Lock-Modus versetzen können. Es kann so eingestellt werden, dass sämtliche Programme auf dem Gerät während der Prüfungsdurchführung deaktiviert sind. Der eXaminer läuft auch im Safe Exam Browser.

 

Zugangskontrolle via Login

 

Der Zugang zu einer Prüfung kann geschützt werden, indem Prüfungsteilnehmer:innen einen Login der Schule bzw. des Unternehmens benötigen, um Zugang zur Prüfung zu bekommen. Ebenfalls sind andere Formen der technischen Zugangskontrolle vorstellbar (z.B. ID Scan, Sicherheitsabfragen, etc.). Auf diese Weise muss wirklich die entsprechende Person die Prüfung ausfüllen und sie kann nicht weitergegeben werden.

Inhaltliche Aspekte

Die technischen Möglichkeiten erschweren zwar das Mogeln, es bleibt aber immer noch ein Restrisiko. Deshalb sind schlussendlich die inhaltlichen Aspekte sehr relevant. Unter den inhaltlichen Möglichkeiten verstehen wir den Umgang mit den Prüfungen, d.h. wie diese erstellt und mit welchen Regeln durchgeführt werden.

Eigenverantwortung und Ehrlichkeit

 

Ein erster Aspekt ist die Eigenverantwortung und Ehrlichkeit der Prüfungsteilnehmer:innen. Mit einer Basis des Vertrauens, ist schon sehr viel Prävention gemacht. Aber natürlich ist man auch nicht zu naiv, weshalb weitere Aspekte berücksichtigt werden sollen.

 

Open-Book-Prüfungen

 

Eine ziemlich effiziente Variante ist, die Prüfung so zu gestalten, dass Hilfsmittel grundsätzlich erlaub sind (Open-Book-Prüfungen). Die Fragen sind so zu gestalten, dass die Antworten nicht einfach nachgeschlagen werden können. Es geht also nicht darum lediglich auswendig gelernte Begriffe wiederzugeben, sondern diese im Kontext anwenden zu können.

 

Zeitdruck und Zufall

 

Um einen Betrug zu erschweren, kann auch die Prüfungszeit so gewählt, dass einem keine Zeit bleibt alles nachzuschlagen. Dadurch ergeben sich Prüfungen, die sich auch bestens remote durchführen lassen und keine "totale Kontrolle" benötigen.

«Übrigens sehr beliebte Funktionen im eXaminer!»

Eine weitere Möglichkeit, welche Online-Prüfungen bieten, ist das Prinzip des Zufalls. Man kann die Reihenfolge der Aufgaben randomisieren und somit ist diese für jede:n Prüfungsteilnehmer:in anders.

Eine weitere Option ist jene des Aufgabenpools: Die Prüfung bedient sich aus einem Pool an Aufgaben, sodass nicht nur die Reihenfolge der Aufgaben, sondern die Aufgaben selbst unterschiedlich sind pro Prüfling. Der Austausch zwischen Prüflingen oder auch das gemeinsame Lösen der Prüfung sind so beinahe unmöglich.

Interessiert?

Haben wir dein Interesse geweckt? Möchtest du mehr über den eXaminer erfahren? Dann nimm mit uns Kontakt auf - wir freuen uns, dich kennen zu lernen!